Schatztruhe; Foto: David Nisley auf pixabay.de

11. Dezember | LebensWertSchätze

Das Jahr 2020: Ein Jahr, das in die Geschichte eingehen wird. Wahrscheinlich weltweit. Noch Anfang März hätte sich kaum jemand von uns vorstellen können, welche Zeit auf uns zukommt. Die gesamte Gesellschaft wurde bei voller Fahrt angehalten, und der Alltag war plötzlich ein völlig anderer. „Anders“ ist er bis heute geblieben. Was zuvor für uns alle selbstverständlich war, wird seither infrage gestellt. Eine Zeit unzähliger Veränderungen, Einschränkungen, Entbehrungen und Belastungen. Oftmals auch eine Zeit von Verunsicherungen, Ängsten und Leid.

Das Anhalten oder Innehalten - gleichbedeutend auch mit bremsen, stehen bleiben, aussetzen, pausieren – ist zur Herausforderung für uns alle geworden. Doch „in jeder Krise gibt es nicht nur eine Chance, sondern auch eine Möglichkeit“ (Martin Luther King). Denn gleichzeitig kann das „Innehalten“ weitere Bedeutungen gewinnen wie: rasten, einhalten, mäßigen, ausruhen, verschnaufen, Atem schöpfen, verbessern, staunen, sich wunder-n, fragen, in sich gehen. Ein solches Innehalten kann ganz neue Perspektiven eröffnen: Einen anderen Blick auf die Welt, das nähere Umfeld, das eigene Leben. In einer Zeit, in der wir vieles schmerzlich verlieren, können wir einen neuen Blick gewinnen auf das, was uns wirklich wichtig ist, was Wert für uns hat. Ein achtsamer Blick auf unsere Schätze in unserem Alltag und unserem Leben. Es kann eine Zeit werden, in der wir neue Schätze finden und vergessene oder verloren geglaubte Schätze neu entdecken. „Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung“, schrieb Antoine De Saint-Exupéry, der Schöpfer des „Kleinen Prinzen“. „Um klar zu sehen, genügt oft ein“Innehalten, könnte man nach den Erfahrungen der vergangenen Monate vielleicht sogar sagen.

Es ist eine Zeit, die wir nicht achtlos hinter uns bringen und vergessen sollten, denn sie kann uns viel erkennen lassen – vor allem die besonderen, aber oft unscheinbaren Dinge, Momente, Erlebnisse, Gedanken, Gefühle, Erkenntnisse, Begegnungen, Erfahrungen am Rande unseres Lebensweges, die unser Leben so lebenswert machen können. Kein „Weiter-so“ wie vor der Krise, denn „Krisen sind Angebote des Lebens, sich zu wandeln“ (Luise Rinser). Diese wertvollen neuen Schätze im Leben, die so unterschiedlich sein können, wie wir selbst, sollten wir auch weiterhin suchen, heben und bewahren, denn sie sind wahre LebensWertSchätze, die uns Motivation, Kraftquelle oder auch Trost sein können.

Machen Sie sich auf die Suche nach Ihren ganz persönlichen LebensWertSchätzen – wie mit einer Kamera: „Fokussiere Dich auf das Wichtige. Fange die schönen Momente ein. ‚Negative‘ sind zum Entwickeln da. Und wenn ein Bild nichts geworden ist, mach‘ einfach ein Neues!“

 

Beitrag eingereicht von: Felicitas Kröger.
Schatztruhe; Foto: David Nisley auf pixabay.de


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